· 5 Min. Lesezeit · Karsten Silz Karsten Silz

So sparen Sie Provision bei der Ferienwohnungs-Vermietung

Booking.com, Airbnb und Co. nehmen 15-20% Provision. So geht es günstiger.

Die meisten Ferienwohnungs-Vermieter starten mit Booking.com oder Airbnb. Das ist verständlich: Einfach einzurichten, sofortige Sichtbarkeit, und die ersten Buchungen kommen schnell. Aber irgendwann fällt auf, wie viel die Plattformen davon mitnehmen.

Booking.com nimmt je nach Kategorie zwischen 15 und 20 Prozent Provision. Airbnb liegt ähnlich. Das klingt erst mal nicht viel — aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, Sie vermieten Ihre Wohnung für 80 Euro pro Nacht und sind 180 Nächte im Jahr ausgebucht:

Posten Betrag
Jahresumsatz (80 € × 180 Nächte) 14.400 €
Provision Booking.com (15 %) 2.160 €
Was bei Ihnen ankommt 12.240 €

2.160 Euro — weg. Jedes Jahr. Für eine Plattform, der Ihre Gäste vertrauen, aber nicht Ihnen gehört.

Warum Portale trotzdem beliebt sind

Portale haben echte Vorteile. Sie sind schnell eingerichtet, haben eine riesige Reichweite, und Gäste vertrauen den Bewertungen auf diesen Plattformen. Für den Start sind sie ideal.

Aber: Sie machen sich abhängig. Ändern Booking.com die Provision oder die Ranking-Regeln, spüren Sie das sofort. Ihre Gäste kennen die Plattform — nicht Sie. Und alle Daten gehören dem Portal.

Die Alternative: Eigene Website mit Direktbuchung

Eine eigene Website mit Buchungsformular löst diese Probleme. Gäste buchen direkt bei Ihnen — keine Plattform, keine Provision.

  • Keine Provision — jede Buchung kommt vollständig bei Ihnen an.
  • Eigene Marke aufbauen — Gäste erinnern sich an Sie, nicht an Booking.com.
  • Besserer Kontakt zu Gästen — Sie kommunizieren direkt, ohne Mittelsmann.
  • Alle Daten gehören Ihnen — E-Mail-Adressen, Buchungshistorie, Vorlieben.

Parallel starten — kein Risiko

Sie müssen nicht sofort alle Portale kündigen. Der kluge Weg: beides parallel betreiben.

  • Kalender-Synchronisation mit Airbnb und Booking.com — keine Doppelbuchungen.
  • Bestehende Gäste auf die eigene Website hinweisen (im Check-out, per E-Mail).
  • Schritt für Schritt mehr Buchungen über die eigene Seite gewinnen.

So reduzieren Sie das Risiko auf null. Wenn die eigene Website läuft und die ersten Direktbuchungen kommen, können Sie den Anteil der Portale schrittweise reduzieren.

Was das im Jahr ausmacht

Nur Booking.com Eigene Website
Jahresumsatz 14.400 € 14.400 €
Provision (15 %) 2.160 € 0 €
Jahreskosten Website 0 € 240 €
Netto bei Ihnen 12.240 € 14.160 €

Ersparnis: 1.920 Euro pro Jahr — allein bei diesem Beispiel. Bei höheren Preisen oder mehr Buchungen ist die Ersparnis entsprechend größer.

Fazit

Eine eigene Website lohnt sich schon ab wenigen Direktbuchungen pro Monat. Die Investition ist überschaubar, die Ersparnis real.

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